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filmmusik >> shoah and pin-ups:
the no!-artist boris lurie

2006, 88 minutes,
DV-Cam.
A film about breaking a taboo
By Reinhild Dettmer-Finke In Collaboration with Matthias Reichelt,
composition by Dieter Ilg


»Ich wurde immer verhindert, angenehme Sachen zu machen. Ich meine angenehme Bilder. So wie die Impressionisten. Aber etwas hat mich immer daran gehindert.«
Boris Lurie, 2005

»SHOAH und PIN-UPS« erzählt von einem Tabubruch, den der 80-jährige New-Yorker NO!-Artist Boris Lurie begeht.
Er bringt in seiner Kunst zusammen, was nicht zusammen gehören darf. Die Vergasten und die Nackten, die Shoah und die Pin-ups.
Lurie war Mitbegründer der New Yorker NO!art-Bewegung die in den späten 50er Jahren als Gegenspielerin zum Abstrakten Expressionismus und zur aufkommenden Pop-Art entstand.
Seine provokativ-extremen Arbeiten verweigern sich dem Kunstmarkt. Seine Kunst und Literatur sind Ausdruck der am eigenen Leib erfahrenen Shoah: Kindheit in einer deutschsprachigen jüdischen Familie in Riga. Jugend im Rigaer Getto und in drei Konzentrationslagern. Seit 1946 in New York ansässig. Börsenspekulant und Kommunist, Weltbürger und Heimatloser mit Sehnsucht nach europäischer Kultur.
Seit über einem halben Jahrhundert sammelt Lurie Erinnerungen und Zeugnisse der Zeit. Seine Wohnung ist zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk geworden, in dem er lebt,?aus dem er aber auch nicht entkommen kann. Seine höhlenartige »Wohncollage« ist der Ausgangspunkt unserer filmischen Spurensuche durch sein bewegtes Leben.

»Meine Sympathie ist mit der Maus, doch ich füttere die Katze.«
Boris Lurie, 2001

Copyright (c) 2011 Dieter Ilg. All rights reserved. Concept + design evabogner.de. Foto Margrit Müller.